Arbeitspensum / Entlöhnungssystem

Beim Arbeitspensum der Teilzeitarbeit kann unterschieden werden in:

  • Fixe Tage, Halbtage oder vorbestimmte Tagesstunden
  • Teilzeiteinsatz für eine bestimmte Stundenzahl
    • täglich
    • an bestimmten Wochentagen
  • Teilzeiteinsatz auf Abruf
    • siehe die verschiedenen Erscheinungsformen unter

Hinweis

  • Entgegen landläufiger Meinung entsteht, auch wenn der Arbeitgeber den Arbeitnehmer mehr als die vereinbarten Einsatzstunden arbeiten lässt (zB gelegentliches Vollzeit-Pensum), kein Anspruch auf eine Vollzeitanstellung.

Für die Entlöhnung des Arbeitnehmers kann im Arbeitsvertrag verabredet werden:

  • Monatslohn
  • Stundenlohn

Hinweis

  • Der Arbeitnehmer hat keinen Anspruch auf Umstellung von Stunden- in Monatslohn oder umgekehrt.
  • Eine Aenderung des Entlöhnungsmodells (von Stunden- in Monatslohn oder umgekehrt) bedarf des übereinstimmenden Parteiwillens von Arbeitgeber und Arbeitnehmer.
  • Es sind aber allfällige abweichende Bestimmungen in einem Gesamtarbeitsvertrag (GAV) zu beachten.

Beim Monatslohn ist die Abgeltung der Ferien und des 13. Monatslohns sind zu berücksichten

  • Feriengeld für 4 Wochen = 8,33 % (4 Ferienwochen : 48 Arbeitswochen x 100).
  • Ist nebenbei der 13. Monatslohn verabredet: + nochmals 8,33 %.

Tipp für Arbeitgeber:

Die Zahlung von Feriengeld wird von den Gerichten nur als rechtsgenüglich anerkannt, wenn

  • im Arbeitsvertrag die „Feriengeld“-Abrede unter Angabe des Zuschlages in Prozenten des Lohnes (zB bei 4 Ferienwochen: 8,33 %) und des daraus resultierenden Frankenbetrages;
  • in der Lohnabrechnung des „Feriengeld“ nach Prozenten des Lohnes (zB bei 4 Ferienwochen: 8,33 %) und im Frankenbetrag separat ausgewiesen ist.

Bei Nichtbeachtung dieser formalen Gerichtspraxis laufen Sie Gefahr, das Feriengeld ein zweitel Mal bezahlen zu müssen. Schulden Sie diesbezüglich Ihre Personal- und Lohnbuchhaltungs-Abteilung!

Drucken / Weiterempfehlen: